Charaktere der Trilogie

Hexenmeisterin Vesna und ihr Schüler Fynx, die den neuen Hexer beobachten.

Der Nachtalb Esith a Zoras und General Juris Jeramoth, zwei der geheimnisvollen Burgbewohner.

Anjuli a Zoras in ihrem Wintergarten auf Edera-Park. Sie wird ihr schützendes und zugleich einsames Heim bald verlassen müssen.

Als Schüler von Fynx wird Zane schnell langweilig. Glücklicherweise mangelt es ihm selten an Idee.

„Das Rätsel der Hexer – Teil eins der Gorrae-Trilogie“

»Ich verachte Gewalt. Fast so sehr wie Verrat. Aber eben nur fast.«

Brennende Felder, schwarze Aschewolken, Tod und Verzweiflung – Gorrae droht das gleiche Schicksal wie seinem einzigen Nachbarland Annwyn. 

Das befürchtet jedenfalls Hexenmeister Fynx, der auf der Suche nach einem verschwundenen Kind direkt ins Visier der Urdämonen gerät. Um dem brutalen Treiben ein Ende zu setzen und seinen Lehrling zu beschützen, muss Fynx tief in die Intrigen der königlichen Burg eintauchen und Verbündete finden. Doch diese scheinen ebenso viele Geheimnisse zu hüten wie seine Feinde, – die bereits ganz in der Nähe sind. Kann ein rettendes Bündnis inmitten zahlloser Lügen noch gelingen, oder ist das letzte Land der Elfen und Alben dem Untergang geweiht? 

Der Kampf um Gorraes Schicksal hat längst begonnen. 

Buchcover von Katharina Hoppe – Limesdesign

Urdämon:innen?

In „Infernicus“ haben wir einen Urdämon kennengelernt. Es wurde jedoch angedeutet, dass es mehrere gibt. Die Urdämonen sind je nach Definition Nachkommen oder Bruchstücke des einstmals mächtigsten Dämons Behemoth. Dieser wurde schon vor Jahrtausenden getötet. Später mehr dazu. Jetzt stellen wir uns erst mal folgende Frage, die mich schon vor längerer Zeit erreicht hat.  
Gibt es auch weibliche Urdämonen? 

Um es kurz und skandalös zu halten: Nö.

Um direkt aufzuklären: Es gibt auch keine männlichen Dämonen. 

Dämonen bestehen aus Dämonengaze, einer Substanz, die je nach Art fest, flüssig oder gasförmig sein kann. Die Urdämonen sind körperlos und gasförmig. Und somit geschlechtslos. Die Urdämonen können andere Personen (nur mit deren Erlaubnis) in Besitz nehmen und befinden sich dann je nach Person in einem männlichen, weiblichen oder diversen Körper. Ihre Namen und Persönlichkeiten bleiben dabei natürlich bestehen. So ist der Urdämon Vallefar stets derselbe, egal in welchem Körper er, – der Dämon, – sich befindet. Ob die Dämonen sich in bestimmten Körpern wohler fühlen, das müsste man sie wohl direkt fragen, das lässt sich nicht verallgemeinern. Was ich allerdings sagen kann: Auf der Suche nach einem geeigneten Gefäß haben für Vallefar in „Infernicus“ andere Faktoren den Ausschlag geben, sein Opfer zu einer Zusammenarbeit zu überreden. Nämlich große hexerische Macht. Zudem wählte Vallefar aus politischen Gründen einen Niustheen als Opfer.

Wasserscheue Insulaner?

Da ist der Autorin wohl ein grober Fehler unterlaufen. Wie sonst kommt es, dass Gorrae – nicht besonders groß und vollständig von der ungezähmten See umgeben – fast ausschließlich von wasserscheuen Elfen und Alben bewohnt wird? 
Dazu kommt, dass es in Gorraes Nachbarland Annwyn nicht viel besser aussieht. Annwyn ist deutlich größer als Gorrae, besteht aber aus mehreren hunderten einzelnen Inseln. Die Niustheen, die Einwohner Annwyns, sind dem Wasser zwar nicht ganz so abgeneigt wie die Erisier, die Bewohner Gorraes, dafür sind die Niustheen anfällig für die Seenekrose, eine oftmals tödlich verlaufende Haut- und Organkrankheit. 
Der Hintergrund ist folgender: Die Natur kann in Gorrae recht wehrhaft sein. Beispielhaft dafür ist auch der Theresienwald, der zum Großteil sich selbst überlassen ist. Was nicht daran liegt, dass die Erisier vorrausschauende Naturschützer sind, sondern an den magischen Wesen, die ihr Reich vor selbstsüchtigen Alben beschützen. Ähnlich sieht es mit dem Wasser und den Bewohnern der See aus. Nicht nur der (bisher unerforschte) Erreger der Seenekrose lauert im kühlen Nass, sondern auch Seeungeheuer, verschiedene Dämonenarten und giftige Algen. Wenn du also durch das Wasser wartest und etwas deinen Knöchel streift … entwickelst du besser den Urinstinkt der Erisier und flüchtest so weit wie möglich ins Landesinnere. 
Vielleicht könnt ihr euch jetzt vorstellen, wie hochangesehen die Fährmänner und Fischer Gorraes sind. Und wie lebensmüde. 

Karte Gorraes, gezeichnet von der Autorin

Die Lehre des Sanzibor


Als ein wandernder Heiler in ihr Dorf kommt, sieht Georgianna ihre einzige Chance gekommen, sich ihren tiefsten Wunsch zu erfüllen. Trotz aller Widerstände tritt die junge Elfe ihre Lehre an und reist mit dem Heiler durch das Land Gorrae. Sie versteht schnell, dass ihr Meister von einem alten Geheimnis gegeißelt wird, das wenig mit den Heilkünsten zu tun hat und die beiden von den Kerkern der Hexenstadt Behemoth bis in die nördlichsten Gebirge führt. Um ihrer Reise kein jähes Ende zu bereiten, muss er sich einer unerbittlichen Wahrheit stellen und Georgianna erkennt, dass auch ein Heiler nicht jeder Verletzung gewachsen ist. Wie soll sie ihre aufkeimenden Gefühle für ihn einordnen? Und kann sie trotz Todesgefahr und aller Zweifel ihren Traum erfüllen und Heilerin werden?

Hörprobe aus „Die Lehre des Sanzibor – Eine Geschichte aus Gorrae“

Gelesen von der Autorin.

Georgianna richtete sich auf und verschränkte die schmerzenden Arme. Sie wollte eine patzige Antwort geben und drauf hinweisen, dass dies eine gute Gelegenheit gewesen wäre, um etwas am unzuverlässigen Ruf der wandernden Heiler zu ändern. Doch ihr wurde klar, dass sie ihn zum zweiten Mal an diesem Tag um einen Teil seines Lohns gebracht hatte.

Die Lehre des Sanzibor – Eine Geschichte aus Gorrae
von leslie Meilinger